Drucken

 

42,195 km durch die Gluthitze des Elbtals oder durch das verregnete Ruhrgebiet

Am vergangenen Sonntag waren die SF Klein Reken auf zwei Marathon-Veranstaltungen vertreten, die unterschiedlicher nicht hätten sein können, - zumindest wettermäßig. Vanessa und Mario Löbbing hatten sich für ihren ersten Marathon-Start Düsseldorf ausgesucht. Grundsätzlich eine gute Wahl, nur erschwerte das Wetter die 42,195 km lange Strecke erheblich. Regen wird zur Belastung, wenn er dauernd niederprasselt und selbst die beste Sportbekleidung saugt sich irgendwann voll. Und auch die Schuhe werden schwerer, die Gefahr des Ausrutschens ist größer als sonst. Aber Vanessa und Mario haben sich durchgekämpft und sind nach 4:48 h (Vanessa) und 5:08 h (Mario) glücklich ins Ziel gekommen.

Ich selbst war mit 10 anderen Sportfreunden am Freitag nach Dresden gereist. Wir hatten ein wunderschönes Wochenende, das Wetter war sommerlich warm und wir konnten die historische Altstadt Dresdens sowie die barocke Neustadt in den Biergärten - mit alkoholfreiem Bier- genießen. Die malerischen Elbauen hatten wir für den Sonntag aufgespart, ein Teil unserer Gruppe konnte diese vom Dampfer aus bewundern, der ab Königsstein die schnellsten Marathonis begleitete. Die Marathonläufer starteten um 9.25 Uhr in Königstein, die 21-Kilometer-Läufer um 9.10 Uhr in Pirna. Die gesamte Strecke verlief über den linkselbischen Radweg und auf den ersten 15 Kilometern konnte man den Blick auf die Sächsische Schweiz genießen – wenn man trotz der Anstrengung ein Auge dafür hatte. Nach einer Schleife durch Pirnas historisches Stadtzentrum passierten wir Heidenau, Dresden-Laubegast, das Blaue Wunder und das Dresdner Terrassenufer. Zielort war das Heinz-Steyer-Stadion.

Die Laufstrecke gehört zweifelsohne zu den landschaftlich reizvollsten Marathonstrecken, aber 42,195 km nur Natur ist ein bisschen viel. Es standen nur wenige Menschen an der Strecke, die einen müden Läufer motivieren konnten. Hin und wieder eine Sambatruppe oder Dixieband, ansonsten ein unendlich langer Radweg und viel viel Sonne und Hitze. Ein besonderes Highlight war der Erfrischungsstand bei Kilometer 37, an dem Ulla und ich erstmal ein Bierchen getrunken haben, leider kamen danach noch einige Kilometer. Ich habe selten so geschwitzt, hinzu kamen dann auf den letzten Kilometern die Wadenkrämpfe, so dass ein Durchlaufen nicht möglich war. Aufgrund der Wärme im Elbtal waren für unsere Läufer keine Rekorde zu schaffen, aber wir sind alle gesund durchgekommen, Agnes hat sogar wieder den dritten Platz in der Altersklasse W 50 geschafft.

Unsere Zeiten: Halbmarathon Eva Jelonek (2:17), Uwe Kamman (2:53) und  Marathon: Christian Mette (3:31), Agnes Hartling (3:43), Günter Höller (3:47), Ulla Hengstermann-Hüppe (4:07), Annette Höller (4:08).