Bis zum Jahr 2001 war der Ironman Germany, bei dem man sich für die Weltmeisterschaft auf Hawaii qualifizieren konnte, im fränkischen Roth angesiedelt. Im Jahre 2002 ging das Qualifikationsrennen dann nach Frankfurt am Main und somit durfte sich die Veranstaltung in Roth aus lizenzrechtlichen Gründen nicht mehr ‚Ironman’ nennen. So entstand die Challenge Roth mit Quelle als Hauptsponsor, nach wie vor ein Langdistanz-Triathlon bei dem 3,8 km geschwommen, 180 km Rad gefahren und 42,195 km gelaufen werden müssen.

Am Mittwoch, 8. Juli fuhren Claudia und ich mit einem geliehenen kleinen Wohnwagen los in Richtung Roth. Die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wollten wir jedoch noch bei meinem alten Freund Thorsten in Eckental bei Nürnberg übernachten.

Donnerstags ging’s dann weiter nach Hilpoltstein bei Roth, wo wir beim Gasthof Burgblick im Regen unseren Wohnwagen aufbauten. Kaum waren wir damit fertig, kam natürlich die Sonne raus. Der Regen hatte auch dafür gesorgt, dass die Wiese recht schlammig war und so musste Herr Winkler einige Wagen, die sich festgefahren hatten, mit seinem Traktor befreien.

Nachmittags fuhren wir nach Roth zum Zielbereich, wo auch die Triathlonmesse stattfand, um meine Startunterlagen abzuholen. Dort lief uns dann Thomas Hellriegel über den Weg und auf der Messe saß ganz entspannt quatschend Kai Hundertmarck. Dass man den Topstars seines Sportes so zum Greifen nahe begegnet, das gibt es auch nicht überall!

Danach haben wir uns noch ein wenig in Roth umgesehen, den Beginn der Auftaktparty miterlebt und in einem Gasthaus am Marktplatz etwas gegessen.

Freitags wollten wir die Radstrecke mit dem Auto abfahren. Die Strecke war super ausgeschildert und es ist eine wirklich schöne Radstrecke, die es aber auch in sich hat. Auf den zwei Radrunden kommen knapp 1400 Höhenmeter zusammen. Schlucken musste ich, als wir den Kalvarienberg in Greding hochfuhren, der alleine schon über 150 Hm hat. Naja, dachte ich. Da hat man wenigstens etwas, auf das man sich freuen kann.

Abends ging’s dann nach Roth zur Pasta-Party. So viele Verrückte auf einen Haufen hatte ich noch nie zuvor gesehen. Und ich gehörte dazu!

Felix Walchshöfer, der Chef der Quelle Challenge Roth, begrüßte die Teilnehmer und hielt die üblichen Dankesreden. Dann wurden noch einige Profis vorgestellt, u.a. die aktuelle LD-Weltmeisterin Chrissie Wellington, der zweimalige Hawaii-Sieger Normann Stadler, der erste deutsche Hawaii-Sieger Thomas Hellriegel und einige andere mehr.

Am Samstag stand das Bike-CheckIn auf dem Programm, also machte ich mich nach dem Frühstück daran, mein Rad vorzubereiten. Dann ging’s über den Kanal zum Startbereich, wo auch die erste Wechselzone und somit das Bike-CheckIn war. Dort war auch die WarmUp-Party, die unter anderem von triathlon-szene.de organisiert.

Der Wettkampfrichter fand weder an meinem Rad noch an meinem Helm etwas auszusetzen, so dass ich beides an seinen Platz in der Wechselzone bringen konnte. Für die Räder gab’s große, gelbe Plastiktüten, die die teuren Maschinen über Nacht trocken halten sollten. Es ist schon beeindruckend wenn man sich mal klarmacht, dass da mal eben Fahrräder im Wert von mehreren Millionen Euro auf einem Platz zusammenstehen, der gerade so groß ist wie ein Fußballfeld.

Nach dem CheckIn genossen wir noch ein wenig die Atmosphäre und die WarmUp-Party.

Um 18:00 Uhr ging’s dann zur Wettkampfbesprechung, die wie die Pasta-Party im Festzelt in Roth stattfand. Die Besprechung wurde zweisprachig, auf deutsch und englisch, abgehalten und war recht interessant und witzig.

Danach gingen wir in Roth noch etwas essen – Nudeln natürlich!

Wir wollten früh zu Bett gehen, obwohl abzusehen war, dass zumindest ich nicht so besonders viel Schlaf finden würde.

Sonntag – Raceday

Der Wecker klingelte um kurz vor vier und wie erwartet hatte ich vielleicht maximal 1,5 Stunden geschlafen. Müde war ich trotzdem nicht, dafür war ich viel zu aufgeregt.

Beim Frühstück konnte man die Nervosität der Teilnehmer förmlich greifen.

Nach dem Frühstück schnappte ich mir meine Wechselbeutel ‚Swim+Bike’ und ‚After Race’ und machte mich auf den Weg. Claudia blieb noch etwas liegen, sie wollte um 6:20 Uhr pünktlich zum ersten Start vor Ort sein.

In der Wechselzone angekommen machte ich mein Rad fertig, füllte die Radflaschen auf, verstaute die Energieriegel und –gels und überprüfte noch mal den Reifendruck. Meinen Neo wollte ich noch nicht anziehen, da ich erfahrungsgemäß vor Wettkämpfen noch mehrmals pinkeln muss. Zum Teil weil ich immer versuche ausreichend zu trinken, hauptsächlich aber aus Nervosität. Also platzierte ich schon mal den Wechselbeutel ‚Swim+Bike’ vor dem Wechselzelt und suchte ein Dixie auf. Dann zog ich mich doch um, stopfte meine Klamotten ich den ‚After Race-Beutel und gab ihn am LKW ab.

Als der Sprecher ankündigte, dass der führende Pete Jacobs bald aus dem Wasser käme, wollte ich mir seinen Wechsel ansehen und ging zum Wechselzelt. Doch er kam und kam nicht und als ich auf die Uhr sah, war es bereits 7:00 Uhr. Noch 5 Minuten bis zu meinem Start. Jetzt aber schnell. Ich lief ums Zelt herum und musste mich bis zum Einstieg durch die wartenden Athleten drängen. Zum Glück konnten sie an meiner grünen Badekappe erkennen, dass ich gleich dran war. Ich stieg ins Wasser und schwamm in Richtung Startleine, die ca. 50 m vom Einstieg entfernt war. Ungefähr 10 m vor der Startleine hörte ich plötzlich einen Knall und sah, wie die Leine hochgehoben wurde. Ich schaffte es gerade noch meine Stoppuhr zu starten und gab Gas. Jedenfalls hatte ich mir so das Wassertreten und die Nervosität erspart.

Das Schwimmen im Kanal war ziemlich einfach, da man nicht dauernd nach irgendeiner Boje Ausschau halten musste, sondern sich gut am Ufer rechts orientieren konnte. So fand ich nach etwas anfänglichem Startgerangel auch recht schnell meinen Rhythmus. Auch von meiner Schulter, die ich mir ja drei Wochen zuvor bei einem Unfall mit dem Rad geprellt hatte, merkte ich nichts – Gott sei dank! Die Wassertemperatur war mit ca. 19°C gerade richtig für den Neo und das Schwimmen lief erstaunlich gut bis auf ein paar leichte Krämpfe im linken Fuß und der linken Wade gegen Ende, die aber nicht weiter schlimm waren. Ich überholte einige Schwimmer aus den früheren Startgruppen, wurde aber später auch von einigen aus den späteren Startgruppen überholt. Am ersten Wendepunkt gab’s noch ein wenig Gerangel, dann kam die lange Gerade, auf der ich fast gänzlich unbehelligt schwimmen konnte. Dann endlich kam auch der zweite Wendepunkt, von dem es nicht mehr weit bis zum Ausstieg war, und meine Anspannung stieg wieder. Nur noch einmal rechts um die Ecke und raus. Dort standen einige Helfer bis zur Hüfte im Wasser und halfen den Athleten. Auf der Zeitnahmematte kurz eine Zwischenzeit genommen – unter 1:06, genau im Soll – den Neo bis zur Hüfte runtergezogen, den Wechselbeutel geschnappt und ab ins Zelt. Dort erwartete mich schon eine freundliche Helferin, die mir half den Neo auszuziehen. Sie sah in den Beutel aber ich sagte: „Ich hab alles am Rad.“ „Na dann los!“, meinte sie und kümmerte sich um meinen Neo. Ich bedankte mich und lief los, am Zelt entlang und bei dem rosa Werbetransparent, das ich mir extra gemerkt hatte, links rein zu meinem Rad. Dort angekommen band ich mir die Startnummer um, setzte Brille und Helm auf und nahm mein Rad aus dem Ständer. Der Wechsel lief so schnell wie bei einer Kurzdistanz aber was sollte ich mich auch länger aufhalten?

Ich schob mein Rad aus der Wechselzone, sprang auf und fuhr los. Zuerst ging es ein wenig bergauf bis zur Straße, aber mein Puls war vom Schwimmen und vom ersten Wechsel sowieso noch ziemlich hoch und so war mir das erstmal egal. Oben auf der Straße stand schon Claudia mit der Kamera in der Hand und feuerte mich an.

Jetzt hieß es erstmal Schuhe anziehen, den Puls beruhigen, Rhythmus finden und mit der Ernährung beginnen. Zum Glück ging es dort eine ganze Weile bergab, so dass das Ganze nicht allzu schwer fiel. Unterwegs staunte ich nicht schlecht, als ich einen Teilnehmer auf einem Damenrad mit Körbchen am Lenker und Wimpel überholte. Wie gesagt, lauter Verrückte.

In meiner ersten Radrunde war noch recht wenig los auf der Strecke und es war kein Problem, mich aus Gruppen herauszuhalten und nicht im Windschatten zu fahren. Auch die Kampfrichter auf Motorrädern waren sehr präsent. Ich versuchte mich auch zurückzuhalten, denn ich hatte immer die Warnungen im Hinterkopf, dass man sich oft auf der ersten Radrunde verausgabt und seine Körner vorzeitig verschießt. „Fahre so, dass du das Gefühl hast, du könntest jederzeit noch eine Schippe drauflegen!“ Genauso hielt ich es und das sollte genau die richtige Strategie sein.

Nach ca. 35 km kam dann der Kalvarienberg in Greding, der mir am Freitag schon mächtig Respekt eingeflößt hatte, aber auf dem Rad war es plötzlich gar nicht mehr so schlimm. Dazu kam noch, dass an dem Berg sehr viele Zuschauer standen, die die Athleten anfeuerten, und so bin ich im kleinsten Gang relativ locker, aber auch relativ langsam, hochgekurbelt.

Wenn man am Kalvarienberg denkt, man sei bereits oben, setzt sich der Aufstieg allerdings in Form von 5 „Wellen“ fort. Hat man die aber hinter sich gebracht, geht es mit ein paar Kehren ziemlich steil und auch relativ lang bergab, so dass man so richtig schön laufen lassen kann.

Das absolute Highlight auf der Radstrecke ist aber unbestritten der Solarer Berg in Hilpoltstein. Dort stehen die Massen von Zuschauern eng zusammen und lassen einem nur eine schmale Gasse zum hindurch fahren. Man fährt automatisch mit Dauergrinsen und sowieso viel zu schnell dort hoch.

Nach dem Solarer Berg war die erste Radrunde dann auch schon bald zuende. Hinter der „Biermeile“ in Eckersmühlen musste ich noch einmal links abbiegen auf die zweite Runde. Auf der wollte ich eigentlich etwas mehr Gas geben, nachdem ich mich auf der ersten Runde noch etwas zurückgehalten hatte. Leider waren mittlerweile die späteren Startgruppen auf der Radstrecke und dementsprechend war die Radstrecke voller. Es wurde immer schwerer, nicht unfair zu fahren und ich sah auch einige Gruppen, in denen das Windschattenverbot nicht ganz so eng gesehen wurde.

So änderte sich meine Durchschnittsgeschwindigkeit auf der zweiten Runde nicht, obwohl jetzt etwas Wind aufkam während die erste Runde annähernd windstill verlaufen war. Auch das bisschen Nieselregen war kaum der Rede wert.

Ein Stück vor dem Solarer Berg sah ich dieses Mal auch Claudia. Sie stand dort zusammen mit Ulrike und Jürgen, die extra zum Zusehen nach Roth gekommen.

Bei der dritten Fahrt durch Eckersmühlen durfte ich dann geradeaus Richtung 2. Wechselzone fahren. Zum Glück geht es Richtung Roth die meiste Zeit leicht bergab, so dass ich meine Beine etwas lockern konnte.

Mein Ernährungskonzept beim Radfahren – Maltokonzentrat, das ich an den Verpflegungsstellen mit Wasser verdünnt habe, Powerbar, Powergel und Saltsticks - ist aufgegangen. Ich habe vielleicht etwas zuviel getrunken (besser als zuwenig), denn die insgesamt 6(!) Pinkelpausen beim Radfahren haben mich knapp 8 min gekostet.

Kurz vor Erreichen der Wechselzone zog ich schon mal die Radschuhe aus. An der entsprechenden Markierung stieg ich ab und das Rad wurde mir direkt abgenommen. „Startnummer nach vorne!“, rief mir der Helfer zu. Ich drehte also mein Startnummerband nach vorne und rief gleichzeitig meine Startnummer. Ruckzuck hatte eine junge Helferin meinen Wechselbeutel in der Hand und lief mit mir ins Wechselzelt, wo ich mich hinsetzte und sie den Beutel vor mir auskipppte. Ich zog Socken und Laufschuhe an, steckte meine Gels ein, setzte meine Kappe auf und lief nach weniger als 2 min Wechselzeit aus dem Wechselzelt auf die Laufstrecke. Um meine zurückgelassenen Sachen – Helm und Brille – kümmerte sich die Helferin, wofür ich mich noch artig bedankte.

So, jetzt also nur noch ein kleiner Marathon.

Angepeitscht von Publikum ging’s dann natürlich erstmal viel zu schnell auf die Laufstrecke. Bei km 1 zeigte meine Uhr 4:30 min an. Klar, durch das Radfahren war mein Tempogefühl ziemlich durcheinander und ich kam mir viel langsamer vor als ich in Wirklichkeit war. Also bremsen und einen vernünftigen Laufrythmus finden. Der stellte sich dann bei ca. 5 min/km ein, also ungefähr wie geplant. Wenn ich das Tempo durchlaufen könnte, würde ein solider 3:30 h-Marathon herauskommen.

Gleich zu Beginn kamen mir schon die führenden Männer entgegen: Michi Göhner, Pete Jacobs, der noch recht unbekannte Richard Ussher aus Neuseeland und dahinter an vierter Stelle liegend Normann Stadler. So ganz locker sah das Laufen bei keinem der vieren mehr aus. Die Profis quälen sich halt genauso wie wir Altersklassenathleten, nur sind sie um einiges schneller dabei.

Kurz darauf passierte ich zum ersten Mal die Lände und bog nach links ab, um am Kanal entlang in Richtung Schleuse Leerstetten und dann weiter zum ersten Wendepunkt in Schwand zu laufen. Auf dem flachen Stück am Kanal entlang lief es zuerst noch super, als ich aber die Schleuse erreichte und die ersten zaghaften Steigungen kamen (insgesamt ist die Laufstrecke ziemlich flach), merkte ich, dass ich den 5er Schnitt wohl doch nicht würde halten können. Sei’s drum, dachte ich mir, dann halt etwas langsamer.

Als ich zum zweiten Mal die Lände passierte, traf ich Claudia, Ulrike und Jürgen.

Weiter ging’s, wieder am Kanal entlang zum zweiten Wendepunkt bei km 30. Meine Beine wurden immer schwerer und ich musste an den Spruch denken, dass ein Langdistanz-Triathlon erst beim 2. Halbmarathon so richtig beginnt. Da ist was dran! Ich begann damit, an den Verpflegungsstationen Gehpausen einzulegen. Beim 2. Wendepunkt war ich etwas verwirrt, denn die km-Beschilderung ergab irgendwie keinen Sinn, so dass ich nicht mehr wusste, wie schnell ich noch unterwegs war. Das war mir mittlerweile aber egal. Auf dem Rückweg am Kanal entlang musste ich dann auch zwischen den Verpflegungsstationen immer wieder Gehpausen einlegen. Trotzdem konnte ich das Rennen noch genießen und quittierte das aufmunternde „Los weiter, es ist nicht mehr weit.“ so mancher Zuschauer mit einem Lachen.

Weniger als 1 km vor dem Ziel war es dann soweit – nichts ging mehr. An einer leichten, vielleicht 20 m langen Steigung krampften beide Oberschenkel und ich konnte keinen Schritt mehr laufen. „Weiter!“, riefen die Zuschauer. „Geht nicht.“, erwiderte ich und versuchte die Krämpfe wegdehnen aber sie wollten sich nicht lösen. Zum Glück kam gerade ein Helfer, der sie ein wenig wegmassieren konnte. Dann ging es wieder.

Kurz danach kam dann auch der Zieleinlauf und angesichts dieser gewaltigen Kulisse und super Stimmung waren alle Schmerzen mit einem Mal vergessen. Ich lief nur noch grinsend und mit Gänsehaut, die entgegengestreckten Kinderhände abklatschend, in Richtung Ziel. Die Uhr blieb bei 10:36:07 für mich stehen. Für die erste Langdistanz eine für mich persönlich super Zeit.

Ich bekam meine Medaille und mein Finishershirt dann ging’s weiter zur Endverpflegung. Mein nächstes Ziel war der Massagebereich. Das tat gut.

Weiter ging’s zum Buffet, zur Kleiderbeutel-Ausgabe und dann ab zu den Duschcontainern. Umziehen musste man sich im Freien, was bei dem schönen Wetter aber kein Problem war. Die Wartezeit an den Duschen war auch recht kurz.

Als ich fertig war holte ich mir noch eine vorläufige Sofort-Urkunde und ging in Richtung Ausgang. Draußen wartete Claudia bereits auf mich.

Mit Jürgen fuhr ich dann etwas später zur Wechselzone 2, um mein Rad abzuholen, was bis auf die gesperrte Straße – logisch, da ging ja die Laufstrecke her – reibungslos ablief. Ich war wieder mal erstaunt über die ausnahmslos freundlichen und geduldigen Helfer.

Es gab sogar jetzt gegen 21 Uhr noch Athleten, die gerade erst auf die Laufstrecke gingen. Ein wenig musste ich sie bedauern aber auch bewundern ob soviel Kampfgeist, hatten sie doch kaum eine Chance, das Ziel vor Zielschluss um 23 Uhr zu erreichen.

Wir brachten mein Rad zu unserem Wohnwagen und fuhren zurück nach Roth, um die letzten Momente der Finishline-Party mitzuerleben. Gegen 22:30 Uhr begann das Feuerwerk und jeder Athlet, der jetzt noch ins Ziel kam, wurde mit frenetischem Beifall empfangen. Immer wieder kamen die Helfer, allen voran Felix Walchshöfer, und (Profi-)Athleten aus dem Zielbereich und standen Spalier für die letzten Finisher.

Ich hatte die ganze Zeit eine Gänsehaut und Tränen in den Augen.

Als die Finishline-Party schließlich vorüber war, fanden wir in Roth tatsächlich auch noch eine Pizzeria, in der wir noch etwas zu essen bekamen.

Später verabschiedeten wir uns von Ulrike und Jürgen, die uns am Wohnwagen abgesetzt hatten, und fielen geschafft aber glücklich ins Bett.

Am Montag fuhren wir nach dem Frühstück wieder mal nach Roth – diesmal zur Siegerehrung. Dort gab es sogar schon Kalender für 2010 mit Fotos vom gestrigen Event. Selbstverständlich kaufte ich auch einen.

Direkt nebenan war der Stand, an dem man sich für 2010 anmelden konnte. Ich widerstand der Versuchung, direkt eine Anmeldung auszufüllen und abzugeben.

Als wir einen freien Platz gefunden hatten, entdeckte ich am Nebentisch Chrissie Wellington, die Siegerin vom Vortag. Ich schnappte mir den gerade erworbenen Kalender und bat sie um ein Autogramm und ein Lächeln für ein Foto. Vom Sieger Michi Göhner ließ ich mir ebenfalls ein Autogramm geben.

Nach der Siegerehrung fuhren wir zurück zum Heuberg, um unsere Sachen zu packen und den Wohnwagen abzubauen und dann ging’s zurück in die Heimat.

Fazit

Die Challenge Roth 2009 war bestimmt nicht meine letzte Langdistanz. Es war das härteste aber gleichzeitig auch das tollste sportliche Erlebnis, das ich je hatte.

Das Event ist fantastisch organisiert und die überwiegend freiwilligen Helfer sind freundlich, geduldig und engagiert.

Mit meiner Zeit von 10:36:07 kann ich wirklich mehr als zufrieden sein, war es doch mein Ziel, unter 11 h zu finishen.

Hier meine Zeiten im Einzelnen:

Schwimmen:     1:05:57; Platz 605

1. Wechsel:      0:02:35

Radfahren:       5:34:09; Platz 1017

2. Wechsel:      0:01:52

Laufen:            3:51:34; Platz 682

Platz Männer gesamt: 688 (von 2079); Platz AK M35: 180 (von 464)