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Vor über 25 Mio Jahren entstand an der russisch-mongolischen Grenze der tiefste Süßwassersee (1.673 m) der Welt - der BAIKALSEE. Mit seinen über 23.000 Quadratkilometern ist er ungefähr so groß wie Belgien oder 44 Mal größer als der Bodensee. Und wer, wenn nicht Rainer Kauczor, kommt auf die Idee hier einen Marathon zu laufen.

Rainer war einer der wenigen Europäer die dieses Abenteuer auf sich nehmen wollten. Am 10. März 2012 war es dann soweit. Entweder lief er durch Schneefelder die bis an die Knie reichten oder auf spiegelglattem Eis. Kleine Fahnen steckten im Eis um den Weg zu markieren. Sorgen hatte er sich im Vorfeld über den Wind gemacht. Bei hohen Minusgraden kann es da schon zu Erfrierungen kommen, wenn der Wind über den See pfeift. Doch genau an diesem Tag setzte sich die Sonne durch und der Wind war auch kein Problem mehr. Der Baikalsee zeigte sich von seiner schönsten Seite.

 

Bestzeiten kann man bei diesem Gelände nicht gerade laufen und somit benötigte er für die Marathonstrecke 05:15 Stunden. Bewusst ließ er sich Zeit, genoss den Lauf teils zu dritt oder allein und blieb immer wieder stehen um Fotos von dieser unwirklichen Landschaft zu machen. Ungewöhnlich sind auch die Geräusche, die das Eis macht. Die Läufer wurden gebrieft, den vorgegebenen Weg nicht auch nur einen Meter zu verlassen. Viel zu gefährlich, da die hier lebenden Robben Wasserlöcher anlegen, die dann nur wenige cm zufrieren.

Er war wieder ein einmaliges Erlebnis das Rainer Kauczor dort erfahren durfte. Er sagt, er kommt als Tourist wieder, zu diesem unbeschreiblichen See, den Baikal.