Die Insel Sylt wirbt mit dem Slogan: Meer, Leidenschaft, Leben. Die 14 Rekener Läufer, 6 Staffelläufer und 12 Betreuer, die an der Syltfahrt vom 09.03. bis 12.03.2012 teilgenommen haben, können bestätigen, dass die Insel ihrem Ruf als Genussinsel mehr als gerecht wird.

Die gesamt Fahrt war luxusgeprägt: es begann mit der Anreise im modernen Reisebus, der mit Tischen, Toilette, und einer kleinen Küche ausgestattet war. Unterwegs wurden Kaltgetränke gereicht und das mitgebrachte Frühstück ließ keine Wünsche offen. Der Busfahrer Jochen kannte sich zudem super aus und erreichte den Autoreisezug direkt - ohne Umweg über Dänemark -, so dass wir genug Zeit hatten um in der Kupferkanne in Keitum die Riesenkuchenstücke mit Milchkaffee genießen zu können.

Die Luxusfahrt setzte sich fort mit Erreichen unseres Hotels. Bei den bisherigen Syltläufen hatten unsere Unterkünfte eher den Standard einer Jugendherberge, dieses Mal jedoch hatte unser Herbergsvater Berthold einige Klassen höher gebucht. Wir waren im  Dorfhotel Sylt in Rantum (****) in 4er und 2er Appartements untergebracht. Das Hotel hat sogar einen Wellnessbereich mit Schwimmbad und Sauna.

Nach dem Bezug der Luxussuiten war Grillen angesagt, da ein Mitfahrer Fleisch für alle gesponsert hatte. Es war recht kalt und windig und wir hatten uns alle schon recht warm angezogen, doch das war gar nicht notwendig. Unser Herbergsvater hatte bereits einen so guten Eindruck auf die Hotelführung gemacht, dass diese uns anbot den hoteleigenen Frühstücksraum zu nutzen, um unser Grillfleisch und die mitgebrachten Fässer Bier und die sonstigen Getränke  zu verzehren. (Das Bier war ebenfalls zum großen Teil von Mitfahrern gesponsert.)  So musste nur der weltbeste Grillmeister Bruno in Gesellschaft von Benno der Kälte und dem Wind mit Hilfe von Friesengeist trotzen.  Nach dem Essen konnten wir uns in einen vom Hotel gestellten  Aufenthaltsraum zurückziehen und dort wurde erstmal Berthold, der Herbergsvater, mit einem Lied und einem T-Shirt geehrt: „Danke für diese schöne Syltfahrt, danke für diese tolle Tour…“
Spontan erklärte sich Berthold bereit auch für 2013 die Syltfahrt zu organisieren, allerdings nur mit Unterstützung von weiteren Läufern bzw. Betreuern. Um 24:00 Uhr war der nächste Höhepunkt angesagt: Kalle Schroer wurde 50! Die gesanglichen Darbietungen waren kaum zu übertreffen, begleitet von Harry Lütkebohmert`s Ukulele, so dass Kalle mit seiner Frau Beate ein Tänzchen auf den Tischen wagte („Er gehört zu mir…“).

Aber wir hatten ja ein Sportwochenende gebucht, daher ging`s am Samstag nach einem feudalen Frühstück mit einem Akklimatisierungslauf um das Rantumer Becken weiter. Danach folgte das gewohnte Programm: Besuch des Fischrestaurants Gosch in List mit anschließendem Shoppen, dann Abholen der Startunterlagen für den 31. Syltlauf  in Westerland und  fakultativ Besuch der Promi Sansibar in Rantum. Abends wurde gemütlich gegessen zum Teil in der Osteria und zum Teil in dem hotelnahen Restaurant, das ebenfalls sehr gut war.

Die Nacht vor dem 33,333 km Lauf habe ich persönlich sehr schlecht geschlafen, da der Wind extrem um`s Haus pfiff. Aber die Sorgen waren unbegründet, kurz vor dem Start ließ der Wind nach und war während des gesamten Verlaufs mit Windstärke 4 noch ganz erträglich. Dank unserer emsigen Laufbetreuer, die uns und viele andere Läufer wieder großartig versorgt und umsorgt haben, sind alle 14 Einzelläufer gut in`s Ziel gekommen und auch die 6 Rekener Spezial Staffelläufer haben ihrem Namen wieder alle Ehre gemacht, viel Spaß gehabt  und dabei noch eine gute Platzierung erreicht. Bei den Einzelläufern ist der Geheimfavorit Stefan Heiming mit 2:44:57 Erster aus unserer Gruppe geworden. Einzige Anmerkung: Bananen gab es reichlich, aber wo waren die Birnen? Den krönenden Abschluss der Syltfahrt  bildete nach einem vorzüglichen Buffet im Hotel die opulente Siegesfeier, die für den ein oder anderen anstrengender war als der Lauf. Harry lief mit seiner Ukulele zur Höchstform auf und wurde vom Wunderläufer Thomas Kleideiter (Bruder vom Herbergsvater) gesanglich unterstützt. Falls es jemand vergessen haben sollte, das meist gewünschte Lied war:
Nossa, Nossa - Assim você me mata  - Ai se eu te pego  - Ai ai se eu te pego…

Nach dem Lauf erkundigte sich unser Vorbereitungsteam Eva und Uwe Jelonek, die leider nicht mitreisen konnten,  telefonisch besorgt, ob alle gut durchgekommen seien und ob das Hotel wohl bereit wäre uns im nächsten Jahr wieder aufzunehmen.  Welche Sorge war wohl größer? Der Hotelmanager war allerdings auch am Montag bei unserer Abreise noch gut gelaunt und freundlich, daher steht Sylt 2013 nicht`s im Wege.