Der 3. Rekener 24 Stunden Lauf ist eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht.

Über 1000 Teilnehmer waren aktiver Teil dieser Geschichte. Das dürfte nach dem Münster Marathon die größte Laufveranstaltung des Münsterlandes und Umgebung sein.

Der Gevelsberg wurde 5986 mal umkreist, das bedeutet, es wurden 14366 km gelaufen.

Von Rainer Kauczor

Nicht nur der Weltmeister Olaf Thon und der Schalker Chefscout Seppo Eichkorn waren anwesend (und brachten beide je ein Schalke Trikot mit Unterschriften mit, die versteigert wurden), auch die halbe Schalker Amateur Meister Mannschaft von 1992 und der Dorstener Sterne Koch Björn Freitag kamen. Olaf lief wie schon in den Vorjahren um den Gevelsberg und Seppo versprach 10 Runden im Jahr 2014.

 

Die Läufer kamen aus der gesamten Republik, die Extremsportler Dieter Preiss und Lukas Gschweichner sogar aus Österreich. Aber nicht nur Läufer umkreisten unermüdlich den Gevelsberg. Da waren auch Schulkinder (die Grundschüler der Michaelsschule aus Reken), Walker, Nordic Walker, Rollstuhl- und Handbikefahrer, Rentner mit Ihren Enkeln und überhaupt jeder. Das Thema „Soziale Inklusion" wurde hier in vorbildlicher Art und Weise praktiziert. Die Schüler der Michaelsschule malten im Vorfeld Bilder zum Thema „Sport und Behinderung", die im Versorgungszelt ausgestellt waren

Jeder, der nicht anwesend war, hat ein fantastisches Event verpasst.

Der beste Läufer war Dietmar Schumacher mit 151 km von den Sportfreunden Klein-Reken, der sich in einer tollen Aufholjagd an den lange führenden Düsseldorfer Thorsten Stelter (147 km) heran lief und ihn am Ende knapp besiegte. Dritter wurde Martin Ottersbach von der TSV Kirberg mit 132 km vor der ersten Frau Conny Escher, (127 km) von den Coolrunners Germany. Überhaupt waren die Kollegen der Sportfreunde Klein-Reken sehr aktiv. Nicht nur, indem überaus fleißig gezählt, geschrieben und überall geholfen wurde, auch auf der Strecke.

Insgesamt übertrafen 4 Läufer die 100 km Marke. Neben Dietmar lief Karl-Heinz Schroer stolze 125 km (neuer persönlicher Rekord), Torsten Rüter zum ersten Mal 100 km (neuer persönlicher Rekord) und der junge Lasse Schulten fast 70 km. Inge Hollstein schaffte problemlos 39 km (sie kann noch mehr, dass wissen wir alle) und Agnes Hartling hat auch mit 55 km einen neuen persönlichen Rekord aufgestellt.

Es war ein traumhaftes Bild, einige der besten deutschen Ultraläufer liefen neben Kindern und Rollstuhlfahrern auf dem 2,4 km langen hügeligen Rundkurs. Eine Staffel Dorstener und Halterner Firmen unter der Leitung der „Lokallust Dorsten" lief ununterbrochen mit einem leuchtenden Staffelstab. 150 Läufer/innen beteiligten sich allein an dieser Staffel, die von Ihren Betreuern 24 Stunden pausenlos umsorgt und angefeuert wurden. Unglaubliche Dinge geschahen am Gevelsberg in Klein-Reken. Alles, einfach alle waren begeistert und die Stimmung am Berg war 24 Stunden lang euphorisch, obwohl es ab Mitternacht bis 11 Uhr regnete.

Nochmal zur Statistik: 11 Läufer liefen mehr als 100 km, 42 Läufer/innen liefen mehr als 50 km und 10 weitere mindestens einen Marathon, 3 Läufer und eine Läuferin liefen 24 Stunden durch (Schumacher, Stelter, Eschner und Kauczor).

Hier können die Ergebnisse eingesehen und Urkunden ausgedruckt werden.

Ich danke all den vielen Helfern, ohne die dieser Lauf nicht funktionieren würde. Ebenfalls einen Dank an die vielen Sponsoren, die Firmen und Institutionen und die Gemeinde, die alles was für die Durchführung des Laufes erforderlich ist, spendeten. Es beginnt bei den erforderlichen Zelten, geht über Speisen und Getränke, private Kuchen- und Geldspenden.

Durch das sportliche Engagement der Läufer/innen wird durch Sponsoren allein 5986 mal 1,20 Euro gespendet. Das exakte Spendenergebnis wird wohl erst in einigen Wochen feststehen, die Spendensumme wird sich zwischen 20.000 und 23.000 Euro bewegen. Wo hat es so etwas schon gegeben?

Spenden werden weiterhin gern angenommen unser Spendenkonto lautet:

Spadaka Reken, BLZ 42861239, Konto 1029907700, Empfänger: 24 Stunden Lauf

 

Klein-Reken, Münsterlands neue Hauptstadt des Laufsportes hat eine Kultveranstaltung.

 

Rainer Kauczor

 

PS.: Mit den Spenden des diesjährigen Laufes hat die von mir gegründete „Aktion LebensFenster" seit 2008 mehr als 100.000,-- Euro gespendet. In dieser Summe sind nicht die ca. 8500,-- Euro der „Aktion LebensFenster Österreich" enthalten, die sich vor 5 Monaten gründete.

 

Hier noch ein paar Impressionen der Veranstaltung: