Was machen die Läufer eigentlich im Winter? Ganz einfach, sie bereiten sich ab Anfang Januar auf den Syltlauf vor. Und trotzdem einige von den Läufern schon alte Hasen bei den Marathon-Läufen sind, macht sich jedes mal wieder diese gewisse Spannung vor einem größeren Lauf bemerkbar.

Und dann ist es endlich soweit, am Freitag ging es mit dem Bus und bei strahlendem Sonnenschein endlich los. Das obligatorische Frühstück kurz hinter Hamburg durfte ebenso wenig fehlen, wie der Kuchen auf Sylt im "Salon 1900". Das Dorfhotel wurde bezogen und nach dem leckeren Abendessen wurde es relativ schnell ruhig und man legte sich schlafen.

Kontrastprogramm am Samstagmorgen: Es schneite und stürmte und eigentlich hatte niemand so richtig Lust, den Aklimatisierungslauf zu beginnen. Nadelstiche im Gesicht (Schneeregen und Sturm) und gefühlte minus 10 Grad rundeten diesen halbstündigen Lauf dann noch ab. Jeder dachte: Hoffentlich haben wir bei dem 33 km-Lauf am Sonntag besseres Wetter.  Wie auch in den vergangenen Jahren, ist Gosch am Samstag Pflicht.. Anschließend wurden die Startunterlagen abgeholt und danach konnte jeder nach Herzenslust in Westerland shoppen, in der Sansibar das Publikum bestaunen oder schön Fußball gucken. Den Abend ließen wir nach einem sehr leckeren Abendessen in "Richter´s" früh ausklingen und hofften immer noch auf besseres Wetter...

Ich sag es ja immer wieder: Petrus ist ein Läufer und hat ein Herz für dieses Klientel. Der Sonntag begann zwar nicht mit Sonnenschein aber zumindest gab es keinen Schnee oder Regen mehr. Es stürmte nur noch ein wenig. Glück im Unglück, der Wind kam aus Südost. Somit hatten die Läufer den Wind fast die ganze Strecke im Rücken. Dank dem tollen Bodenpersonal rund um Marianne Borchert wurden alle Läufer während des Laufes super verpflegt und behütet.

Hier die Ergebnisse der Einzelstarter für die 33,333 km lange Strecke:

Agnes Hartling 2:52, Günter Höller 2:52, Peter Kliem 2:52, Hans-Georg Möllmann 3:10, Annette Höller 3:13, Claudia Tepferd 3:14, Ulla Kleideiter 3:26, Torsten Rüter 3:26, Karl-Heinz Schroer 3:26, Daniel Sekic 3:44.

Die Staffel verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um fast 10 Plätze. Mit voller Motivation und riesigem Spaß wuchs jeder Staffelläufer weit über sich hinaus. Das Ergebnis ist der 50. Platz mit einer Zeit von 3:27 für die Rekener-Spezial-Staffel. Mitgemacht haben Harald Lütkebohmert, Monika Kammann, Monika Preuß, Uwe Jelonek, Egbert Heking, Inge Hollstein, Eva Jelonek und der unvergleichliche Staffelbusfahrer Uwe Kammann.

Nach Schwimmbad- und Saunabesuch wurde es ein feucht-fröhlicher Karaoke-Abend den der Hotelchef so bestimmt nicht erwartet hatte.

Montag der Abreisetag. Es stürmt, es schneit als ob die Welt untergeht. Jeder fragt sich: Kommen wir überhaupt nach Hause, oder müssen wir noch auf der Insel bleiben? Aber Jochen unser Busfahrer hat die Ruhe weg. Wir bestücken also den Bus mit dem Gepäck und versuchen unser Glück. Und Glück hatten wir, weil wir mit dem letzten Zug die Insel verlassen konnten. Danach hat die deutsche Bahn die Verbindung wegen zugefrorener Weichen eingestellt. Die Schneeverwehungen auf der Autobahn meisterte Jochen mit seinem Können als Busfahrer. Alle waren glücklich und zufrieden als wir endlich um 18.00 Uhr in Reken-Bahnhof ankamen.

Das dieses Event wieder einmal zu einem großartigen Erlebnis wurde, verdanken wir unserem Herbergsvater Berthold Kleideiter. Er hat wieder einmal große Mühen auf sich genommen um uns vier wunderschöne Tage zu bereiten. Herzlichen Dank dafür. Auch dem Bodenpersonal schulden wir unseren Dank. Es ist wunderbar euch schon von weitem zu sehen und ist Motivation für die nächsten Kilometer. Ein herzliches Dankeschön auch an Egbert Heking und Uwe Kammann. Ihr habt die Staffel prima vorbereitet und uns super betreut.

Nach dem Lauf ist vor dem Lauf... - Sylt wir kommen nächstes Jahr wieder. Versprochen!?